Visuelles Management – Optimierung in vielen Unternehmensbereichen

Unternehmen sind permanent auf der Suche nach geeigneten Optionen, um die Effizienz in der Produktion gezielt zu erhöhen, Abläufe und Leistungen zu verbessern und letztlich die Erträge zu steigern. Visuelles Management findet in diesem Zusammenhang immer häufiger Anwendung, denn das Tool hat sich in vielen Unternehmensbereichen als eine durchaus probate Lösung erwiesen. Es fußt prinzipiell auf der Grundlage visueller Kommunikationstechniken, die ein wesentlicher Bestandteil der so genannten Lean-Philosophie darstellen. Darin wird davon ausgegangen, dass die meisten Probleme nur dann gelöst werden können, wenn sie sichtbar sind – von der Produktion bis hin zur Verwaltung.

Was konkret bedeutet Visuelles Management?

Unter Visuelles Management ist prinzipiell der Einsatz von Visualisierungen und visueller Kommunikation als Führungsinstrument zu verstehen. Eines der essenziellen Ziele des Visuellen Management ist es, die Mitarbeiter schnell, transparent und effizient über wesentliche Abläufe in einem Unternehmen zu informieren. Jede Person ist aufgrund dieser Kommunikationsform zu jeder Zeit in der Lage, die aktuelle Situation einzuschätzen, zu bewerten und entsprechend zu reagieren. Anliegen des Managements können durch diese Kommunikationsmittel beispielsweise in audiovisuellen Darstellungen, Graphiken, Piktogrammen, Informationstafeln, Aushänge oder Plakate deutlich besser transportiert werden als zum Beispiel durch ellenlange E-Mails oder anderweitige Direktiven.

Welche Inhalte lassen sich durch diese Kommunikationsform visualisieren?

Im Rahmen eines regelmäßigen Austauschs werden durch das Visuelle Management für alle Mitarbeiter und Entscheider Informationen über Ziele, Erfolge, Misserfolge oder Abweichungen von Vorgaben und Vereinbarungen bereitgestellt. Dieses geschieht idealerweise in Echtzeit, sodass ein Datenverlust nahezu ausgeschlossen ist. Die Visualisierung durch das Management erfolgt für alle Mitarbeiter in der Regel durch den Einsatz unterschiedlicher, jedoch optimal aufeinander abgestimmter Instrumente. So können den Beteiligten zum Beispiel folgende Informationen visualisiert werden:

  • Art der produzierten Güter
  • Produzierte Mengen
  • Skalierung der Unternehmensergebnisse
  • Wichtige Kennzahlen
  • Ziele und Grad der erbrachten Leistungen
  • Gruppenergebnisse (als Richtlinie oder zur Motivation hinsichtlich Mitarbeiterqualifikation, Produktivität, Qualität)
  • Pläne für künftige, notwendige Maßnahmen
  • Darstellung bereits umgesetzter Ideen und Vorgaben

Welche Vorteile erbringt das Visuelle Management?

Das Visuelle Management hat sich bereits vielfach als wertvolle Unterstützung im Kommunikationsbereich bei unterschiedlichen Projektbeteiligten oder Unternehmen und Mitarbeitern erwiesen. Die vier Säulen – Einfachheit, Objektivität, Verständlichkeit und Eindeutigkeit – bilden die Basis eines optimalen Kommunikationsstandards. Durch die Visualisierung werden die Vorzüge der optischen Signale und Darstellung im Vergleich zu schriftlichen oder sprachlichen Inhalten genutzt, wobei Unternehmen, Kunden und Mitarbeiter letztlich gemeinsam von den Vorteilen profitieren:

  • Transparente Darstellung von Arbeitsabläufen, Prozessen und Zielen
  • Kontinuierliche Optimierung und Behebung von Unstimmigkeiten möglich
  • Einführung und Umsetzen klar definierter Kriterien und Vorgaben
  • Integration in das Design von Arbeitsmitteln
  • Keine Kenntnisse der Schriftsprache erforderlich
  • Unkomplizierte und schnelle Erfassbarkeit
  • Intuitives Verständnis der Mitarbeiter gegeben
  • Schneller Überblick auch über zeitkritische Abläufe

Gibt es auch Grenzen bei der visuellen Kommunikation?

Sicherlich bietet das Visuelle Management in den meisten Bereichen den Unternehmen umfangreiche Vorteile, von denen diese nachhaltig profitieren. Dennoch sind auch einige Grenzen im Rahmen dieser Kommunikationsform nicht auszuschließen. So besteht zum Beispiel die Gefahr einer übermäßigen Reizüberflutung durch eine üppige Informationsvielfalt. Teils sind zudem auch nicht immer komplexe Aussagen zu bestimmten Bereichen möglich, sodass in diesem Segment oftmals nachzuarbeiten ist. Daneben sind der Regel ein hohes Maß an Standardisierung sowie Disziplin erforderlich, um eine derartige Kommunikation optimal vornehmen zu können.

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